Der Gemeinderat von Leifers hat gestern Abend mit einstimmiger Abstimmung und der überzeugten Unterstützung aller Fraktionen einen Beschlussantrag zur Sicherheit der jungen Generationen genehmigt. Das Dokument, eingereicht von den Oppositionsgemeinderäten Andrea Sbironi, Sara Endrizzi und Luisella Raveane, verpflichtet den Stadtrat, einen strukturierten Informations- und Sensibilisierungsweg zur Brandschutzdynamik für die Schülerinnen und Schüler der Mittelschulen der Stadt zu aktivieren.
Der Vorschlag ist das Ergebnis einer intensiven gemeinsamen Reflexion, die durch die tragische Brandkatastrophe im Club ‚Le Constellation‘ in Crans-Montana (Schweiz) am Silvesterabend ausgelöst wurde, bei der 41 Menschen ums Leben kamen.“.
„Unsere Gedanken gehen an die Opfern und ihren Familien“, erklären die Unterzeichner des Antrags, Sbironi, Endrizzi und Raveane. „Gleichzeitig sehen wir es als institutionelle Pflicht an, konkrete Lehren aus diesem schrecklichen Geschehen zu ziehen. Die Dynamik, die in den Aufnahmen des Ereignisses zu sehen war, hat die Dringlichkeit bestätigt, den Jugendlichen das nötige Wissen zu vermitteln, um Gefahren zu erkennen und in Notsituationen korrekt zu reagieren.“
Der Bürgermeister begrüßte die Initiative und unterstrich die Bedeutung eines gemeinsamen Vorgehens bei solch sensiblen Themen:
„Ich danke der Minderheit, dass sie dieses Thema in den Gemeinderat gebracht hat“, erklärte der Bürgermeister. „Als Mehrheit haben wir das Dokument beraten und waren uns sofort einig. Die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger hat oberste Priorität, besonders wenn die Ausbildung bereits in jungen Jahren erfolgen kann. Es gibt bereits hervorragende Beispiele, bei denen unsere Feuerwehren die Kinder in den Kindergärten und Grundschulen besuchen, aber eine bessere Strukturierung dieses Weges mit den Mittelschulen wird eine noch größere positive Wirkung erzielen. Eine einstimmige Genehmigung kommt nicht oft vor, aber wenn Themen über politische Grenzen hinausgehen, ist es unsere Pflicht, einen gemeinsamen Nenner zu finden.“
Die Initiative wird in ein didaktisches Programm münden, das über die reine Theorie hinausgeht und den Mittelschülern die Grundlagen zur Identifizierung von Umweltrisiken und zur Bewältigung von Panik vermittelt. Dieser Weg wird durch eine enge operative Zusammenarbeit zwischen der Gemeindeverwaltung, der Feuerwehr und den Bildungseinrichtungen des Gebiets ermöglicht, wobei die Einbeziehung der Schülerinnen und Schüler sowohl der italienischen als auch der deutschen Sprachgruppe gewährleistet ist.