|
Schnittpunkt der Kulturen, Stätten
der Kultur
Viele, auch prähistorische Funde, unzählige
Burgen, Schlösser und Ansitze in Südtirol sowie
reiche Kunstschätze zeugen von einem wechselvollen Weg
Südtirols durch die Geschichte des Landes zwischen Nord
und Süd.
Hier
haben sich nicht nur Wegezoll fordernde Raubritter niedergelassen
sondern auch, der Schönheit und Fruchtbarkeit des Landes
wegen, Fürstenhäuser und Schlösser. So war
Südtirol viele Jahrhunderte lang der Weingarten deutscher
Klöster.Obwohl das Etschtal bei Leifers bis vor ca. 140
Jahren völlig versumpft war, wurde es besonders in den
Randgebieten schon sehr früh besiedelt. Grabungen in
Laimburg bei Pfatten, im Ortskern von Branzoll und auch in
Leifers brachten interessante Funde zu Tage, die bis ca. 900
v. Chr. zurückreichen. Ein großer Teil dieser Fundstücke
(Aschenurnen, Haarnadeln aus Bronze u. Eisen sowie versch.
Münzen u. Schmuckstücke) aber auch Rekonstruktionen
der Siedlungen können im Bozner Archäologiemuseum,
neben Ötzi, dem Mann aus dem Eis, besichtigt werden.
Ein weiterer Zeuge vorgeschichtlicher Wohnkultur, die Walburg
"Trens Birg", befindet sich in 1200 m Hohe am Breitenberg
oberhalb von Leifers. Von dieser Siedlung aus der jüngeren
Steinzeit sind noch Mauerreste und einige Wohngruben erhalten.
Auch der Rücken des Mitterberges südlich des Kreith-Sattel
ist durch verschiedene Funde bei der Ruine "Leuchtenburg",
bei den "Roßzähnen" und am "Gmundener
Knopf" als vorgeschichtliches Siedlungsgebiet bezeugt.
Da das Südtiroler Unterland als Hauptverbindungsweg zwischen
Nord und Süd immer mehr an Bedeutung gewann, siedelten
sich hier verschiedene Adelsgeschlechter an. Es entstanden
Burgen u. Wehranlagen, die teilweise heute noch erhalten sind:
der "Turm an der Tinzelleiten" bei St. Jakob, das
Kirchlein St. Peter oberhalb von Leifers, wo einst die Burg
der Liechtensteiner stand, die Ruinen Laimburg und Leuchtenburg
am Mitterberg südlich von Pfatten sowie nicht weniger
als 58 Schlösser u. Burgruinen, die wir südlich
von Bozen zählen.
Für den Kunstfreund
Die Pfarrikirche Leifers hat
zwei Patrone, den hl. Abt Antonius und St. Nikolaus. Die Pfarrkirche
in ihrer heutigen Form stammt aus den Jahren 1852/53. Die
alte Kirche wurde nicht abgerissen, sondern zum Altarraum
der neuen Kirche umgewandelt. Der Kirchturm stammt aus dem
Jahr 1250. Seit 1787 steht in der Leiferer Pfarrkirche das
Weissensteiner Gnadenbild, eine 16 cm hohe Pietá aus
Alabaster.
Die alte Pfarrkirche in St. Jakob
stammt aus dem Mittelalter. Sie wurde zur Zeit der Gotik in
die Heutige Form umgebaut. Seit der Fertigstellung der neuen
Pfarrkirche wird die alte St.Jakobskirche nicht mehr benützt
und bleibt verschlossen.
St. Peter auf dem Köfele wurde
um 1300 erbaut. Es ist ein kleiner Bau mit abgesetzter romanischer
Rundapsis und einer Fassadenglockenmauer, die als Turm dient
und zwei einfache Glöcklein aus dem Jahre 1765 trägt.
Das St. Heinrichskirchlein
in Seit ist ein kleiner, einfacher Bau mit gerade abschließenden
Chor u. einem seitlichen Türmchen, 1853 aus einem Schulhaus
zur Kirche umgebaut. Die Einrichtung des Seitner Kirchleins
ist sehr einfach und stammt aus dem 18. und 19. Jh. Die Älteste
der drei Glocken im Turm wurde 1807 in Bozen gegossen.
|